Klapperschlangen, Schweinebacke und James Dean

Als ich unlängst von meiner Bergtour hoch über dem Rauriser Tal (Gratwanderung von der Schwarzwand über den Hirschkopf zum Baukogel) nach Hause fuhr, lief im Radio auf Ö3 gerade eine Sendung, bei der Hobby-Moderatoren die Möglichkeit haben, eine Stunde lang das Radio-Programm selbst zu gestalten.

Eine junge Frau hatte sich dafür ihre kleinen Nichten und ihren Sohn zur Unterstützung mitgenommen, um eine Sendung für Kinder zu moderieren.

Dabei wurde ein Satz zum Besten gegeben, der sich mir seitdem als Ohrwurm ins Hirn gebrannt hat: „Es klapperten die Klapperschlangen, bis ihre Klappern schlapper klangen„.

Kreuzotter beim Sonnenbad

Kreuzotter beim Sonnenbad

Klapperschlangen gibt’s in Österreich zwar nicht, aber Kreuzottern habe ich heuer schon wieder einige gesehen. Wobei auch dieses Jahr wieder die schwarzen Exemplare – die sogenannten Höllenottern – deutlich in der Überzahl sind.

Am selben Nachmittag, eine Stunde später, führte die nächste Hobby-Moderatorin Straßen-Interviews durch. Ältere Menschen wurden zu modernen Themen befragt, und umgekehrt, junge Menschen zu bereits weiter zurückliegenden Begriffen.

Was soll ich sagen? Ich bin alt 🙂

Bei den Fragen für die Jungen hätte ich bei WhatsApp wenigstens noch halbwegs Bescheid gewusst. Spätestens bei Grillz habe ich aber passen müssen. Originell aber die Antworten der älteren Semester: Von Essen bis zu einer modernen Form des Sonnenbadens reichten die Vermutungen.

Dass die Jungen bei James Dean einen DJ vermuteten, war aber auch nicht unwitzig.

Dass ich nicht mehr die Sprache der Jungen spreche, wurde mir auch am folgenden Tag am Gipfel des Gamskogel bewusst, als sich 2 Kletterer, die gerade erfolgreich über den Gamskogel-Ostgrat geklettert waren, mit den Worten gratulierten: Jippi ja jeh, Schweinebacke. Worauf prompt die Antwort folgte: Berg Heil Zipfiklatscher.

Wildschweine im Wildpark Altenfelden

Jippi ja jeh, Schweinebacke

Nach dem in früheren Jahren inflationär verwendeten „He voi Supa Oida“ – ganz zu schweigen von „Bam Oida“ – ja geradezu eine abwechslungsreiche akustische Wohltat 🙂

Mein Fazit: Mir gefällt die aktuelle junge Sprache, auch wenn ich glaube, dass man James Dean noch lange kennen wird, wenn niemand mehr weiss, dass es einmal Grillz gegeben hat.

Und da ist er wieder, der Gedankenblitz: Es klapperten die Klapperschlangen ….. 🙂

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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