Meine 10 schwierigsten Bergwanderungen

Mit diesem Beitrag starte ich eine Artikel-Serie über meine bislang 10 schwierigsten Bergwanderungen.

Im Abschlussartikel werde ich dann versuchen, die vorgestellten Gipfeltouren nach ihrer Schwierigkeit zu reihen, wobei eine Rangfolge natürlich auch immer sehr subjektiv und stark tagesformabhängig sein wird.

Bei einigen der Bergtouren handelt es sich um keine klassischen Wanderberge mehr, sondern durchaus um ernsthafte Herausforderungen, auch wenn meine persönliche Beurteilung dem erfahrenen Kletterer höchstens ein mildes Lächeln entlocken wird.

Dennoch bin ich überzeugt, dass diese Kletterberge nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen Bergwanderern stellenweise für weiche Knie gesorgt haben.

Aber es ist weniger die körperliche Anforderung der Kletterschwierigkeit, die sich selten über den 2. Grad hinaus bewegt, als vielmehr die mentale Anstrengung, wenn man sich im ausgesetzten Absturzgelände bewegt, welches erstens auf jeden Fall eine Fortbewegung nach der „Drei-Punkt-Regel“ verlangt und zweitens auch keine Fehler verzeiht.

Neben dieser Kategorie der „Kletterberge“ gibt es auch noch eine Reihe von anspruchsvollen Wandergipfeln mit kurzen „Anhaltstellen“ oder schmalen, ausgesetzten Steigen bei denen auch die speziellen Verhältnisse (z.B. Schnee im Hochsommer) für besonderen Nervenkitzel sorgten.

Die dritte Kategorie, auf die ich aber nicht näher eingehen werde, wären dann noch die Klettersteige, von denen mich die größeren allerdings nur körperlich forderten.

Ja, und dann gibt es noch das Krautschwellereck 😉 (Aufklärung folgt in einem der späteren Beiträge).

Kleiner Buchstein

Kleiner Buchstein

Ein, zwei Mal im Jahr „juckt“ es mich, etwas „Verrücktes“ zu unternehmen, eine Herausforderung in den Bergen zu suchen, welche mich entweder konditionell an meine Grenzen bringt (wie z.B. meine „Tortour über Temlberg, Feuertalberg und Großen Hochkasten„, wo ich in 20 Stunden auf 43 Kilometer mehr als 3.100 Aufstiegshöhenmeter zu bewältigen hatte) oder die mich psychisch extrem fordert.

Ich bin gewiss kein Adrenalinjunkie und mir geht es auch keinesfalls darum, anderen irgendetwas beweisen zu wollen (dazu wäre ich ohnehin viel zu wenig Sportler).

Im Grunde macht mir solch eine Unternehmung nur meine eigene Winzigkeit und Unwichtigkeit bewusst, die ich in diesem Universum einnehme, wenn ich mit mulmigem Gefühl und zitternden Knien an ausgesetzten Plätzen stehe und mich teilweise frage, was ich hier denn überhaupt zu suchen habe. Aber grundsätzlich bin ich schon eher defensiv, ich stelle mich nur Anforderungen, denen ich mich auf jeden Fall gewachsen fühle und berücksichtige auch, dass die Schlüsselstellen der Klettereien auch im Abstieg aus eigener Kraft bewältigbar sein müssen.

Bei einem Gipfel – der Großen Bischofsmütze – habe ich mir das nicht zugetraut. Das war bisher auch meine einzige Bergbesteigung, bei denen ich die Möglichkeit einer Seilsicherung in Anspruch genommen habe.

Unnötig zu erwähnen, dass diese Bergtouren nur bei besten Wetterverhältnissen durchgeführt werden sollten – bei einem meiner schwierigsten Gipfel – dem Großen Ödstein – hatte ich das Glück, gerade noch aus der Felswand gekommen zu sein, als ein heftiges Gewitter hereinbrach.

Im nächsten Beitrag werde ich einen Kletterberg vorstellen, der mir gleich 2 Anläufe abverlangt hat – und selbst beim 2. Versuch klappte es nicht auf Anhieb.

Dieser Gipfel hat weder ein „Groß“ oder „Hoch“ vor dem Namen stehen, sondern – ganz im Gegenteil – ein „Klein„. Und seine Höhe beträgt weniger als 2.000 Meter, weshalb er auch nicht im Buch „Bergtourenparadies Steiermark – Alle 2000er vom Dachstein bis zur Koralpe“ von Günter und Luise Auferbauer Erwähnung findet.

Und trotz all dieser Umstände und trotz der Tatsache, dass er 234 Meter niedriger ist als sein „großer Bruder“ ist er dennoch erheblich schwieriger zu besteigen, aber dafür natürlich auch ziemlich einsam.

Mehr davon im nächsten Serien-Beitrag, wenn es um den „Kleinen Buchstein“ geht.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

 


Artikelserie: Meine 10 schwierigsten Bergwanderungen

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