5-Gipfel-Tour über Rauris: Schwarzwand-Reissrachkopf-Hirschkopf-Baukogel-Rosskopf

Um an den heißesten Tagen des Jahres der Hitze wenigstens halbwegs zu entrinnen, gibt es im Wesentlichen 2 Outdoor-Möglichkeiten: Man sucht einen See oder notgedrungen ein Schwimmbad auf oder aber man begibt sich in grössere Höhen jenseits der 2.000-Meter-Marke, wo die Temperatur unter 20 Grad liegt.

Ich habe mich für die 2. Möglichkeit entschieden.

Das bringt mich aber gleich zur nächsten Entscheidung: Um ohne Hitzschlag in größere Höhen zu gelangen, muss man entweder sehr früh aufstehen, oder aber man nimmt Aufstiegs-Unterstützung in Anspruch:

Auch bei dieser Frage habe ich mich für die 2. Option entschieden.

Als Ziel habe ich mir die Gratwanderung von der Schwarzwand über den Hirschkopf zum Baukogel hoch über dem Rauriser Tal entschieden. Mit dem Reißrachkopf und dem Roßkopf liegen noch zwei weitere Gipfel am Weg.

Und zu meiner Freude sind alle fünf mit einem Gipfelkreuz ausgestattet.

Als Aufstiegshilfe bietet sich die Rauriser Hochalmbahn an, die den Wanderer für 13 Euro entspannt auf eine Höhe von 1.753 Meter hinauf bringt.

Gleich beim Start bei der Bergstation der Hochalmbahn liegt ein ansehnlicher See, der „Rest“ der Tour ist überwiegend grünes Gras und bunte Blumen.

Bergsee bei der Bergstation der Rauriser Hochalmbahn

Bergsee bei der Bergstation der Rauriser Hochalmbahn

 

Einzig am ersten Gipfel – der Schwarzwand – kommt mir ein Wanderer mit Hund nach, die nächsten 4 Stunden am Grat entlang und über die noch folgenden 4 Gipfel sind einsam und menschenleer.

ImTourenführer „Gasteinertal“ war diese Tour die letzte noch unbesuchte mit Schwierigkeit Schwarz.

Bei trockenen Verhältnissen wird diese Wanderroute dem trittsicheren Berggeher aber keine Schwierigkeiten bereiten, zumal viele Stellen auf den steilen Grashängen durch Drahtseile entschärft wurden.

Den mückenumschwirrten Baukogel kannte ich bereits von einer Schitour – im Sommer schaut er aber doch ein wenig anders aus.

Am Roßkopf kein einziges Roß, dafür aber eine größere Ansammlung von Schafen.

Gratwanderung von der Schwarzwand Richtung Hirschkopf

Gratwanderung von der Schwarzwand zum Hirschkopf

War es auf den Gipfeln nicht zuletzt durch ein angenehmes Lüfterl, welches von den nahen schneebedeckten Dreitausendern der Glockner- und Goldberggruppe herüber wehte, recht

erträglich, machte sich die Hitze beim Abstieg zurück ins Tal nun doch sehr deutlich bemerkbar.

Unten im Tal wurde auf den Wiesen vielerorts fleißig an der Heuernte gearbeitet. Trotz des Dank moderner Technik raschen Vorwärtskommens beneidete ich die Arbeiter nicht.

Ein Blick Richtung Rauriser Schwimmbad, dessen Lage mir von meiner Vorjahreswanderung auf den Bernkogel gut vertraut war, zeigte mir, dass heute wesentlich mehr Menschen das Schwimmbad dem Berg vorgezogen haben (Siehe Eingangsfrage ).

Eine gute Entscheidung. Zumindest für den Wanderer, der die Einsamkeit sucht 🙂

Grüne Blumenwiesen mit Ausblick zum Großglockner

Grüne Blumenwiesen mit Ausblick zum Großglockner

Fazit der Tour: Viel Grün, viele Blumen, viele Schafe und Kühe, herrliche Ausblicke auf die schneebedeckten Gipfel um den Großglockner und eine einsame Gratwanderung über den Hirschkopf, auf der es bei den heutigen perfekten Verhältnissen keine Schwierigkeiten gab.

Und ich habe mir schon wieder neue, noch unbesuchte Gipfel ausgespäht. Diesseits und jenseits der Rauriser Ache, welche die Grenze zwischen der Goldberggruppe im Osten und Glocknergruppe im Westen bildet.

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Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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