Ich habe eine Neue – Teil 4

Die Kräuterin aus dem Volkslied

In Teil 2 meiner Artikelserie „Ich habe eine Neue“ habe ich von einer neuen Gebirgsgruppe – den Mürzsteger Alpen – erzählt.

Das war aber nicht die einzige neue Gebirgsgruppe, die ich in letzter Zeit kennenlernen durfte.

Vor einigen Wochen konnte ich bereits die Ybbstaler Alpen zum ersten Mal in mein Tourenbuch eintragen.

Und wie bei der Hohen Veitsch in den Mürzsteger Alpen haben wir uns auch in den Ybbstaler Alpen gleich den höchsten Gipfel ausgesucht: Den 1.919 Meter hohen Hochstadl im Gebirgszug namens Kräuterin.

Zu „verdanken“ hatten wir diesen Gipfeltipp meiner nicht unbedingt bergbegeisterten Schwiegermutter. Als ich im Vorjahr zu Hause von meiner Wandertour auf die Riegerin in der Hochschwabgruppe erzählte, erwähnte sie zu meinem Erstaunen sofort die Kräuterin.

Ich musste mich erst in der Landkarte von ihren neuen Bergkenntnissen überzeugen. Ja – sie hatte recht (natürlich 🙂 ).

Des Rätsels Lösung: Riegerin und Kräuterin kommen in einem Volkslied vor.

Der 3. Gipfel im Bunde wäre übrigens der Zellerhut.

Zur Tour ist zu sagen: Diesen Gipfel hätten wir auch wesentlich einfacher haben können.

Einerseits war es meiner Bequemlichkeit (oder auch Überheblichkeit) zuzuschreiben, dass ich mich nicht auf die Tour vorbereitet hatte.

Schließlich habe ich eh schon von der Riegerin hinüber geschaut.

Aber andererseits war es der liebliche Klang des bei Wildalpen abzweigenden Holzäpfeltales, der mich bewog, von hier aus zu starten, ohne in der Landkarte nach alternativen Aufstiegsrouten nachzusehen.

Und die Anfahrt ist zum Holzäpfeltal sowieso am kürzesten.

Blick über das Holzäpfeltal nach der Christerbauer-Sperre

Blick über das Holzäpfeltal nach der Christerbauer-Sperre

Wie sagte ich noch zu meiner Liebsten: Besonders viel werden wir zum Trinken für diese harmlose Halbtagestour nicht brauchen.

Wie man sich doch täuschen kann. Vielleicht hätte uns die Tatsache, dass am Ausgangspunkt bei einem verschlossenen Schranken bloß ein einziges Auto parkte, doch etwas zu denken geben sollen.

Die Route war wesentlich länger als gedacht. Und stellenweise auch wesentlich anspruchsvoller. Vor allem wenn sandige Steilrinnen oder grasige Steilwiesen gequert werden müssen, kommt man nicht so hurtig voran, wie gedacht.

Und wenn dann am Gipfelplateau noch der eine oder andere nicht allzu weit entfernte Donner zu hören ist, sorgt das für zusätzliche Spannung.

Gipfelkreuz am Hochstadl (Kräuterin)

Gipfelkreuz am Hochstadl (Kräuterin)

Was gibt es sonst noch zu berichten? Ach ja – unterwegs auf unserer Route waren wir die einzigen. Dafür trafen wir in Gipfelnähe auf zahlreiche Wanderer. Einige machten konditionell nicht unbedingt den fitesten Eindruck, andere dufteten – im Gegensatz zu unseren verschwitzten Bodies – nach feinem Parfum.

Woher kamen die denn bloß alle? Das Geheimnis lüftete sich beim Blick in die Landkarte bzw. zu Hause beim Googeln: Eine Mautstraße führt von Osten ziemlich hoch auf den Berg hinauf.

Was lernen wir daraus: Es kann nicht schaden, eventuell bereits vor der Tour schon einmal einen Blick auf die Landkarte zu werfen 😉

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

 

Artikelserie „Ich habe eine Neue“

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